Nachrichten

Finnische Staatsführung für NATO-Beitritt "Seit dem Ukraine-Krieg wird in Schweden und Finnland über einen NATO-Beitritt diskutiert. Die Finnen haben sich nun für einen sofortigen Aufnahmeantrag ausgesprochen. Der Kreml sieht dies als Bedrohung für Russland. Der finnische Präsident Sauli Niinistö und Ministerpräsidentin Sanna Marin haben sich für einen "unverzüglichen" NATO-Beitritt ihres Landes ausgesprochen. In einer gemeinsamen Erklärung befürworteten die beiden eine Mitgliedschaft in der westlichen Militärallianz. "Eine NATO-Mitgliedschaft würde die Sicherheit Finnlands stärken", hieß es in der gemeinsamen Erklärung. "Als NATO-Mitglied würde Finnland das gesamte Verteidigungsbündnis stärken." Tagesschau online, 12.05.2021

Finnlands Präsident "Sauli Niinistö ist seit 2012 im Amt. [ ... ] Der Präsident galt aber auch über all die Jahre als einer, der einen vergleichsweise engen Kontakt zu Russlands Präsident Wladimir Putin hatte, die beiden telefonierten öfter. Niinistö meinte nun, er habe über die Jahre in Putins Reden und Monologen 'ein anschwellendes Gefühl von Frustation, Ärger und Hass' entdeckt. Der Überfall auf die Ukraine sei in seinem Ausmaß für ihn dennoch 'eine Riesenüberraschung' gewesen." Süddeutsche Zeitung, 08.04.2022

Finnland und NATO Offen stellt der finnische Außenminister [Pekka Haavisto] die Überlegungen seines Landes zur Diskussion [O-Ton englisch]: "Unser Prozess verläuft gerade sehr schnell. Zunächst kann ich sagen, die öffentliche Meinung hat sich sehr schnell geändert seit dem russischen Angriff. In 3-4 Wochen gibt es zum ersten Mal überhaupt eine klare Mehrheit der finnischen Bevölkerung für einen NATO-Beitritt." Quelle: ARD-Mediathek (audio) vom 06./07.04.2022 / Abschrift HKLR

Russlands Krieg gegen die Ukraine "Der Krieg in Europa hat unser Sicherheitsumfeld grundlegend verändert", erklärte Verteidigungsminister Antti Kaikkonen am Dienstag. "Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die Haushaltsmittel für die Verteidigungskräfte erheblich aufzustocken." In den nächsten vier Jahren will das Nachbarland Russlands deshalb 2,2 Milliarden Euro zusätzlich in Rüstungsgüter stecken. Quelle: AFP 06.04.2022 AFP B. Reuter /Auswahl HKLR