Pentti Linkola

Kaarlo Pentti Linkola, geboren am 7.12.1932 Helsinki, gestorben am 5.4.2020 in Valkeakoski, war Umwelt- und Naturphilosoph, Ornithologe und Fischer und schrieb:

Linkola wies auf die menschengemachte Bedrohung der Ökosphäre und auf die Notwendigkeit ihrer Rettung hin und stand der modernen westlichen Lebensweise skeptisch gegenüber bzw. lehnte sie ab. Provokativ sprach er sich im Kampf gegen die Überbevölkerung der Erde u.a. für strenge Geburtenkontrolle und Eugenik und gegen Hilfszahlungen an die Dritte Welt und gegen die Einwanderung Fremder nach Europa aus. Anfang der 1980er Jahre war Linkola in der grünen Bewegung aktiv, die er jedoch bald verließ und als Spaßbewegung verspottete: "Vihreällä tulee ennen kaikkea olla hauskaa, kivaa, kliffaa. Mielenosoituksiin mennään, jos reitin pituus on kohtuullinen ja sää poutainen." Im Jahre 1995 gründete er die Luonnonperintösäätiö, die sich für die Bewahrung alter Waldgebiete engagiert. 2004 wurde er in die Liste großer Finnen Suuret Suomalaiset auf Platz 18 vor Tove Jansson und nach Pertti Pasanen gewählt. Im Jahre 2017 erschien eine umfangreiche Biographie von Riitta Kylänpää "Pentti Linkola – ihminen ja legenda". YLE widmete ihm 2018 eine Sendung in der Reihe Itse asiassa kuultuna. Außenminister Pekka Haavisto schrieb in einem Nachruf über Pentti Linkola, dass in Naturschutzfragen immer Einigkeit herrschte und Unelmat paremmasta maailmasta ihn stark beeinflusst haben.